Band 1 der Geschichten über den Wandler Carter O'Nan

Die Entscheidung des Fuchses

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Worum geht es?

Wandler. Tierwesen. Geschöpfe, die Mensch und Tier sein können. Sie führen ein Leben wie Menschen, doch sie können ihre Gestalt verändern.

Vor 25 Jahren waren in Neuengland die Vollstrecker aktiv, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Wandler zu jagen und auszulöschen. Carter O'Nan ist ein Wandler, mehr als alles andere ist er der Fuchs. Damals war er ihnen entkommen, doch hatte er einen hohen Preis zahlen müssen: Sie hatten ihm sein Augenlicht genommen. Seitdem versteckt er seine wahre Natur und wandelt sich nur noch heimlich.

In der Gegenwart, zu Beginn des neuen Semesters in Yale, erhält die alte Vereinigung frisches Blut und erneut blasen sie zur Jagd auf Carter und seinesgleichen. Wird es ihm noch einmal gelingen, dem Feind zu entkommen?

 

Anfangs scheint die Lage hoffnungslos, doch eine kleine Gruppe an Menschen findet sich, die ihm gegen den Feind beistehen will.

Allen voran Zoey. Zoey, die ihren Sohn verlor, bevor sie erfuhr, dass er ein Wandler gewesen war. Sie rettet den Fuchs und versucht ihn zu überzeugen, dass es ein Miteinander von Menschen und Wandlern geben kann.

Könnte es der Beginn einer neuen Zeit sein? Der Fuchs muss eine Entscheidung treffen ...

Hier erfahrt ihr etwas über die Hauptpersonen im Buch.

Warum der Fuchs?

Es gibt kaum ein Tier, das so unterschätzt wird. Sicher, die niedlichen Fuchs-gesichter, die uns mit ihren großen Augen von Kaffeebechern ansehen, sind zur Zeit en vogue, aber sie werden dem Charakter des Fuchses in keinster Weise gerecht.

Er liebt unsere Kulturlandschaft wie kaum ein zweites Raubtier, er besitzt ein komplexes Sozialverhalten und es zeichnet ihn eine Neugier und Verspieltheit aus, die ihn für mich zu einem faszinierenden Geschöpf machen.

Er hat es mehr als verdient, der Held meines Buches zu werden.

Deshalb der Fuchs!

Mehr Infos über Füchse findet ihr hier

Warum die USA?

Die USA besitzen ein Vielfalt in ihrer Fauna, die mich begeistert. Ob Gürteltier, Opossum, Baumstachler oder Stinktier - all diese Tierarten gibt es in Europa nicht. Und weil ich neue Gesichter mag und neue Geschichten über sie habe ich mich entschlossen, meine Bücher in den USA spielen zu lassen.

So einfach ist das.

Mehr Infos über meine Schauplätze findet ihr hier

Zum Reinlesen Kapitel 1:

Eine Zeit lang lief der Fuchs auf und ab, doch waren um diese Uhrzeit noch zu viele Gäste vor dem Café, als dass ein magerer Fuchs nicht irgendwann die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. Er beschloss, mit dem Umweg über die Olive Street den Heimweg anzutreten. Er war müde und wusste, dass den Cartermenschen morgen ein überfüllter Tag im Inneren eines Gebäudes erwartete.
Dann geschah das Unglück. Der Fuchs drückte sich durch eine Lücke im Zaun – und fühlte den heißen Atem eines Hundes in seinem Nacken. Zu dicht. Und ahnte, dass er nicht mit heiler Haut davonkommen würde. Er drehte sich um und fauchte den Angreifer an. Und fuhr zusammen, denn es war eine gestromte Catahoula Bulldogge, bestimmt achtzig Pfund schwer und ausgebildet für die Hatz auf Raubzeug, ein Fuchs stellte keine Bedrohung für sie dar. Senkrecht sprang der Fuchs in die Höhe, doch nicht hoch genug. Die Zähne des Hundes verbissen sich in seinem Hinterlauf. Er jaulte auf, warf sich in der Luft herum und schnappte nach dem Angreifer. Der schwere Hund wich dem Angriff aus, verlor jedoch das Gleichgewicht und lockerte seinen Biss. Der Fuchs riss sein Hinterbein außer Reichweite der Zähne und fiel zu Boden. Hakenschlagend hetzte er zurück zum Zaun. Kein Blick zurück, keine Zeit! Inari, lass mich das Loch finden, ehe er mich ein zweites Mal erwischt! Und Inari war wieder bei ihm, er fand das Loch und warf sich hindurch. Ein großes Fellbündel von der Flanke blieb im Draht hängen, dann war er in Sicherheit und der Hund tobte auf der anderen Seite des Zauns. Der Fuchs humpelte ein paar Schritte in die Schatten und beleckte die blutende Bisswunde; aus der Risswunde an seiner Flanke tropfte ebenfalls sein Blut. Leise winselnd versuchte er, das verletzte Bein zu belasten, doch der Schmerz schoss ihm den Rücken hinauf. Und so hinkte er auf drei Beinen in Richtung Irving Street. Ich muss zurück, damit der Cartermensch sich um die Wunde kümmern kann. Grace – sie darf nichts bemerken, sonst wird sie nie loslassen können.

Lust auf mehr? Hier geht es zu einer Textprobe aus Kapitel 4 ...

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